Literarischer Expressionismus und Surrealismus

Tim Mayer

Literarischer Expressionismus und Surrealismus

Der literarische Expressionismus und Surrealismus sind zwei wichtige Strömungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Beide Bewegungen sind durch ihre innovativen und experimentellen Ansätze bekannt geworden. Während der Expressionismus vor allem in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich prägend war, entwickelte sich der Surrealismus in den 1920er Jahren in Frankreich. Beide Strömungen zeichnen sich durch eine Abkehr von traditionellen Darstellungsformen aus und streben nach einer Neudefinition der Kunst und des literarischen Ausdrucks.

Literarischer Expressionismus

Der literarische Expressionismus entstand in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg als Reaktion auf die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Die Expressionisten strebten danach, die inneren Erfahrungen und Emotionen des Individuums in ihre Kunst einzubringen. Die Sprache des Expressionismus ist geprägt von Bildgewalt, Dramatik und einer expressiven Ausdrucksweise. Die Autoren des Expressionismus wollten mit ihrer Kunst den Leser aufrütteln und schockieren. Bekannte Vertreter des Expressionismus sind beispielsweise Georg Heym, Georg Trakl und Gottfried Benn.

Merkmale des literarischen Expressionismus

Der literarische Expressionismus zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Verwendung von Metaphern und Symbolen
  • Verdichtung der Sprache
  • Verzicht auf traditionelle Erzählstrukturen
  • Darstellung von Konflikten und Abgründen der menschlichen Existenz
  • Ausdruck von inneren Konflikten und Ängsten
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Surrealismus

Der Surrealismus entwickelte sich in den 1920er Jahren aus dem Dadaismus. Die Surrealisten strebten danach, das Unterbewusste und das Traumhafte in ihre Kunst einzubeziehen. Sie wollten die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen und eine neue Form der darstellenden Kunst schaffen. Bekannte Vertreter des Surrealismus sind beispielsweise André Breton, Salvador Dalí und René Magritte.

Merkmale des Surrealismus

Der Surrealismus zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Verwendung von irrationalen und traumhaften Elementen
  • Auflösung der herkömmlichen Logik
  • Automatic Writing: Schreiben ohne bewusste Kontrolle
  • Verwendung von Collagen und Montagen
  • Kombination von verschiedenen Welten und Realitäten

Fazit

Der literarische Expressionismus und Surrealismus haben die Kunst des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusst. Beide Strömungen stehen für eine Abkehr von traditionellen Darstellungsformen und streben nach einer neuen Form der künstlerischen Ausdrucksweise. Der Expressionismus betont die individuellen Emotionen und Erfahrungen, während der Surrealismus das Unterbewusste und das Traumhafte in den Mittelpunkt rückt. Beide Bewegungen haben die Grenzen der Kunst erweitert und neue Möglichkeiten des literarischen Ausdrucks geschaffen.

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